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SPD will bezahlbaren Wohnraum

Borgfeld. Bildung und Schule, Spielplätze, Freizeitheim, die öffentliche Sicherheit und insbesondere der Verkehr – diese Themen beschäftigen die Borgfelder in aller Regel. Ein großes und wichtiges Thema komme oft zu kurz, bemängelt der Ortsverein der SPD. Deshalb will der Vorstand die Interessen und Bedürfnisse der älteren Generation verstärkt in den Blick nehmen. „Im Ortsteil muss dringend bezahlbarer Wohnraum für Ältere geschaffen werden“, betonen der Vorsitzende Alexander Keil und sein Vertreter Ronald Thoms. Die Sozialdemokraten haben eine Arbeitsgruppe gebildet.

Beispiele gibt es aus Sicht der Sozialdemokraten genug. „Uns erreichen immer wieder Hilferufe älterer Menschen, die sich ihre Wohnungen und Häuser nicht mehr leisten können und nach bezahlbarem Wohnraum suchen“, berichten Keil und Thoms mit Hinweis auf mehr als 1700 Bürger, die älter als 65 Jahre alt sind. Bei einer Einwohnerzahl von rund 9200 sei dies ein erheblicher Anteil und mache die Dringlichkeit deutlich. Deshalb will die SPD bestehende Initiativen des Borgfelder Seniorenvertreters Johannes Huesmann und Vorstöße des bürgerschaftlich organisierten Runden Tisches nachdrücklich unterstützen. Dabei will der Ortsverein die Senioren einbinden und deren Bedürfnisse erfahren. Ein Fragebogen ist in Arbeit und soll in nächster Zukunft allen Haushalten im Ortsteil verteilt werden. Dabei bevorzugen die Sozialdemokraten den direkten Weg. Eine Erhebung über das Internet sei nicht zielführend, weil man sehr viele Senioren damit nicht erreichen würde.

Der Ortsvereinsvorstand hält ein am Runden Tisch und in den politischen Gremien diskutiertes Modell für bezahlbares Wohnen für ein gangbares und nachahmenswertes Beispiel. Wie berichtet, entstand in Vrees im nördlichen Emsland unter der Regie der Gemeinde ein Ensemble für Senioren mit Wohnhäusern und Betreuungsmöglichkeiten zu einem bezahlbaren Preis. Weil die Gemeinde alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft habe, liege die Miete bei etwa 500 Euro. „So etwas können wir uns auch für Borgfeld vorstellen“, betont Keil vor dem Hintergrund einer aus seiner Sicht grundsätzlich falschen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt: Es fehle bei allgemein steigenden Preisen sozialgebunder und bezahlbarer Wohnraum.

Vorstellen könne man sich auch eine andere und wiederholt im Ortsteil diskutierte Lösung. Demnach und wie ebenfalls berichtet, könnte ein multifunktionales Gebäude mit Wohnungen für Flüchtlinge oder Studenten, Senioren und einem Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Die Grundstücksfrage sei ohne Frage schwierig, aber vielleicht ergebe sich in diesem Jahr eine Lösung, hofft Ronald Thoms. Die Flüchtlingsunterkünfte an der Warft würden aufgelöst, das Grundstück wäre somit für einen andere Verwendung frei.

Der Arbeitskreis der SPD will das Thema voranbringen. Beim nächsten Treffen Anfang April soll der Fragebogen weiter entwickelt werden und noch im selben Monat verteilt werden. Zusätzlich wolle man an Infoständen am 14. April  vor dem Borgfelder Rewe-Markt und auf der politischen Bühne im SPD-Unterbezirk  Stadt für die Idee werben.

 

Quelle: Wümmer Zeitung 4.April 2018

Klaus Göckeritz

 

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